Bücher, Rüebli, Punkte: Die neue Bibliothekserfahrung
Wenn die Geschäftsbeziehungen des Schaaner «Lädeli»-Pioniers Stefan Ospelt zur Migros im September 2026 enden, wird es nur noch zwei Migros-Filialen in Liechtenstein geben. In Absprache mit dem Wirtschaftsministerium reagiert die Liechtensteinische Landesbibliothek auf den akuten Migros-Mangel und geht eine Kooperation ein: Zwi-schen Romanen, Lexika und Reiseführern finden sich nun auch Rüebli, Schokolade und Kaffee. Bücher und Einkaufen verschmelzen so zur ultimativen Bildungsreise. Wer ein Buch ausleiht, entdeckt vielleicht gleich daneben ein Sonderangebot im Regal, so wird Lesen plötzlich noch lohnender.
Und es kommt noch besser: Für jede Ausleihe gibt es jetzt auch Cumulus-Punkte von der Migros. Besonders fleissige Leserinnen und Leser können sich so mit einem Stapel Bücher ganz nebenbei den nächsten Einkauf vergünstigen. Auch wer lieber digital liest, geht nicht leer aus. Die Migros-Angebote gelten neu ebenfalls online. Bestellungen können ganz einfach über Dibiost, das Online-Portal der Landesbibliothek, abgewickelt werden. Bibliotheksleiter Daniel Quaderer sagt pointiert: «Wir haben lange überlegt, wie wir mehr Menschen fürs Lesen gewinnen. Offenbar führt der kürzeste Weg über den Magen.». Die Landesbibliothek, die gleichzeitig die Nationalbibliothek des Landes ist, erfüllt weiterhin ihre Aufgabe bezüglich der Pflichtexemplare. Die Migros-Produkte unterliegen dieser Pflicht jedoch nicht. Rechtlich ist die Zusammenarbeit damit klar abgesichert.

Bibliothek und Einkaufen vereint.
